Die Leidenschaft zum Nürburgring...

Der legendäre Nürburgring zieht jeden Motorsportler in seinen Bann. Auch uns.

2010: Der Beginn einer Freundschaft

Im Jahr 2010 durften wir zum ersten Mal die Eifelluft schnuppern. Gemeinsam mit dem Team 'Hess Motorsport' rund um Teamchef Frank Hess, sind wir mit einem Golf 3 GTI beim 24h-Rennen auf dem Nürburgring in der Klasse SP3 gestartet. Für unsere Fahrer Dominic Liedtke, Peter Lührs, Robert Schröder und Maik Kraske sowie dem ganzen Team ging damit ein Traum in Erfüllung. Und für uns begann eine gute Freundschaft mit dem legendären Nürburgring: Schon beim ersten Rennen erreichten wir nach 24 Stunden das Ziel und sahen die Zielflagge.

2016: Klassensieg beim Klassiker

Auch im Jahr 2016 kehrten wir wieder in die Eifel zurück. Auch diesmal vertrauten wir auf die gute Zusammenarbeit mit dem Team 'Hess Motorsport', anders als bei unserer Premiere, gingen wir jedoch mit einem VW Golf 5 GTI an den Start. Die Konkurrenz in der Klasse war stark, deshalb machten wir uns gar keine Hoffnungen auf eine Top-Platzierung. Stattdessen wollten wir ein sauberes Rennen, ohne große Probleme, absolvieren. Unser Fahrer Maik Kraske pilotierte den Golf gemeinsam mit Andre Benninghofen, Dr. Stefan Lohn und Marc Jauss. Im Qualifying erreichte das Quartett den 100. Startplatz, was eine Position im Mittelfeld der zweiten Startgruppe bedeutete.

Am Samstag war es endlich soweit: Mit der Startaufstellung wurde es langsam ernst. "Eine tolle Atmosphäre mit Gänsehautfeeling", strahlt Maik. "Wer das einmal aus Teilnehmersicht miterlebt hat, der weiß von was ich spreche." Glücklicherweise entschied sich das Team dazu, den erfahrensten Fahrer am Start einzusetzen. Denn ein heftiges Unwetter mit starkem Hagelschauer sorgte bereits nach wenigen Minuten für einen Abbruch des Rennens. "Wir konnten Andre rechtzeitig vorwahnen, sodass er das Auto trotz der schwierigen Bedingungen auf der Strecke halten konnte", war Maik erleichtert.

Nach dem Neustart blieb das Wetter stabil und der Golf machte keine Probleme, sodass die Fahrer ihre Runden abspulen konnten. Stück für Stück kämpfte sich das Quartett nach vorne und durch die Nacht. Am Morgen wurde klar: Der Klassensieg ist möglich! Ohne großes Risiko absolvierte das Team die restliche Fahrzeit, bevor Maik für den Schlussstint ins Auto klettern durfte. "Das war ein großartiges Gefühl, ich war ein wenig ergriffen", jubelte er. Im Konvoi mit dem Schwesterauto fuhr Maik die letzten beiden Runden. "Es war ein tolles Rennen und ich danke allen, die das ermöglicht haben!" Beim 24h-Rennen in der Saison 2016 feierten wir gemeinsam mit Hess-Motorsport den Klassensieg. Wahnsinn.

2018: Eine neue Ära

In der Saison 2018 wollten wir es wissen: Nach der VLN-Start mit dem Golf 5 aus verschiedenen Gründen nicht möglich war, nahmen wir uns einer neuen Herausforderung an. Über den Winter hatten wir einen BMW 325i E90 aufgebaut, den wir fortan in der Klasse V4 der VLN Langstreckenmeisterschaft auf dem Nürburgring einsetzen. Andreas Roloff und Maik Kraske sammelten bereits in der Saison 2017 wichtige Nordschleifen-Erfahrung, als wir mit einem unserer Cup-Logan in der Rundstrecken-Challenge Nürburgring (RCN) an den Start gegangen waren.

Das erste Nordschleifen-Rennen mit unserem BMW beendeten wir mit einem weinenden und einem lachenden Auge. Vor allem unsere Leistung hat uns überrascht: Im Verlauf des Rennens lagen wir zeitweise in Reichweite zum Podium - bei 17 Startern. Leider mussten wir unsere Premiere mit einem Materialfehler vorzeitig beenden.

Schon beim zweiten Rennen erreichten wir - trotz einer unnötigen Disqualifikation im Zeittraining und damit dem letzten Startplatz - die sechste Position und schnappten uns damit auch den ersten Pokal. Fortan waren wir in der VLN endgültig angekommen. Beim vierten Rennen ist Andreas im Brünnchen jedoch stark verunfallt: Er blieb unverletzt, doch der BMW wurde stark beschädigt. Bis zum Saisonhöhepunkt, dem 6-Stunden-Rennen konnten wir das Auto wieder fahrfähig machen, sodass unsere Fahrer wieder angreifen konnten und den sechsten Platz ins Ziel brachten. Bei den beiden letzten Rennen der Saison 2018 konnten wir sogar Führungskilometer sammeln und mit dem fünften Platz beim Finale das beste Saisonergebnis bejubeln.

2019: Zurück beim 24h-Rennen

Natürlich kehrten wir auch in der Saison 2019 auf die legendäre Nordschleife zurück. Diesmal starteten wir aber nicht nur in der VLN, sondern auch beim 24h-Rennen. Schon der Saisonauftakt der VLN verlief nach Plan: Erst schnappte sich Maik den zweiten Startplatz, dann auch die zweite Position im Rennen. Stark!

Beim legendären 24h-Rennen mussten wir leider auf Stammfahrer Andreas Roloff verzichten. Neben Maik Kraske griffen daher auch Elmar Jurek , Nick Hancke und Thomas Schöffner ins Lenkrad. In der Anfangsphase des Langstreckenklassikers lag das Quartett sogar in Führung, ehe es Technische Probleme gab. Innerhalb von einer Stunde wurde das Getriebe gewechselt, weshalb der BMW auf die achte Position zurückfiel.

Anschließend kämpften sich die schnellen Fahrer auf die vierte Position zurück. In der letzten Runde des Rennens gelang sogar der Sprung auf das Treppchen: Hard Speed Motorsport erreichte beim ersten 24h-Start mit einem eigenen Rennwagen den dritten Platz sowie die schnellste Rennrunde in der hart umkämpften Klasse V4.

In weiteren Verlauf der VLN-Saison sammelten Maik Kraske und Andreas Roloff weitere Podestplätze und schlossen die Saison 2019 somit erfolgreich ab. Das Team zieht eine zufriedenstellende Bilanz und zieht sich nach dem letzten Rennen vorerst aus der VLN Langstreckenmeisterschaft wieder zurück.