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Kraftakt von Hard Speed Motorsport in Assen wird mit Punkten belohnt

Beim dritten Lauf im DMV BMW 318ti Cup vollbrachte Hard Speed Motorsport eine gute Teamleistung: Bei einem heftigen Unfall im ersten Rennen wurde das Auto von Maik Kraske stark beschädigt. Doch der Rennstall aus Berlin trat nicht die Heimreise an, sondern stellte den Rennwagen in einem Kraftakt über Nacht wieder auf die Räder. Am Ende wurde das ehrgeizige Unterfangen immerhin mit zwei wichtigen Punkten für die Meisterschaft belohnt...

Foto: Denis Petermann
Foto: Denis Petermann

Mit zwei Fahrzeugen war Hard Speed Motorsport im niederländischen Assen am Start. Der blaue BMW #511 wurde von Maik Kraske pilotiert, während Marko Winkler und Sönke Brederlow das Lenkrad im grünen Auto mit der Startnummer 510 tauschten. Alle drei Fahrer waren zum ersten Mal in Assen unterwegs, sodass die Trainings und das Qualifying vor allem zum Kennenlernen der anspruchsvollen Strecke dienten. Am Ende sprang für Maik Kraske der 13. Startplatz heraus. Marko Winkler stellte das Schwesterauto auf die 31. Position.

Am Freitagabend fand das erste von zwei Rennen statt. Maik Kraske erwischte einen guten Start und kämpfte sich im Verlauf der ersten Runden bis auf die sechste Position nach vorne. Dann der Schock: Nachdem Kraske in einem Duell mit der Konkurrenz umgedreht wurde und auf der Strecke zum Stehen gekommen war, konnte ein nachkommendes Fahrzeug nicht mehr ausweichen. Beide Autos wurden an der Frontpartie stark beschädigt. Es folgte eine lange Safety-Car-Phase, die auch dem Schwesterauto nicht gelegen kam: Sönke Brederlow und Marko Winkler beendeten das Rennen auf dem 28. Gesamtrang.

Starke Teamleistung über Nacht

Doch an eine Aufgabe war bei Hard Speed Motorsport nicht zu denken: Schon kurz nach Ende des Rennens wurde der zerstörte BMW auf den Anhänger verladen, um ihn in eine befreundete Werkstatt nach Deutschland zu bringen. Über Nacht erneuerte das Team die komplette Front, richtete die Karosserie so gut wie möglich und schweißte neue Träger an. Um kurz vor sechs Uhr am Samstagmorgen rollte das Gespann wieder in das Fahrerlager des TT Circuit in Assen.

Foto: Denis Petermann
Foto: Denis Petermann

Dort wurden mit Hilfe anderer Teams die letzten Arbeiten erledigt, bevor ein technischer Kommissar die Freigabe für das Rennen erteilte. Teamchefin Britta Kraske: "Seitdem wir Motorsport betreiben, gehört die Zielankunft zu unseren obersten Zielen. Wir geben nicht so schnell auf und finden immer eine Lösung. Ein großer Dank gilt den anderen Teams,  vor allem Hampl Motors, die uns mit fehlenden Teilen unterstützt haben. Das zeigt wieder einmal deutlich, wie fair und familiär die Teilnehmer im DMV BMW 318ti Cup zusammenhalten!"

Anschließend lag es an Maik Kraske, die harte Arbeit der Mechaniker in ein wichtiges Punkteergebnis umzusetzen. Der Berliner erwischte einen guten Start und kämpfte sich abermals in die Top-Zehn nach vorne, ehe er durch eine Strafe wegen der Überschreitung von Track Limits auf die 14. Position zurückgeworfen wurde. "Über diese Strafe lässt sich streiten", so Kraske. "Ich war mehrfach in Zweikämpfe verwickelt und habe die Strecke nicht häufiger verlassen als die Konkurrenz. Dennoch müssen wir die Entscheidung der Rennleitung akzeptieren!"  Während Maik Kraske mit dem 14. Platz immerhin zwei Punkte für die Meisterschaft sammelte, zeigten Sönke Brederlow und Marko Winkler weitere Fortschritte. Das Duo landete auf dem 25. Rang.

Nun gilt es, den blauen Rennwagen #511 für das kommende Rennen in Meppen, das schon vom 25. bis 27. Juni stattfindet, noch einmal gründlich zu überarbeiten. Dann wird Maik Kraske im hart umkämpften DMV BMW 318ti Cup wieder um die Top-Zehn mitfahren.

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